1998-1999. Aus dem Leben der Gemeinde in Halle.

3.Oktober 1998. Erste Liturgie in Halle/Saale.

Entsprechend der Anordnung von Erzbischof Feofan von Berlin und Deutschland, vom 20. August 1998 soll der orthodoxe Priester A. Tomiouk regelmäßig von Leipzig nach Halle kommen, um hier die Gottesdienste zu feiern und andere Angelegenheiten zu erledigen.

Am 3. Oktober 1998 feierte die orthodoxe Gemeinde ihre erste Göttliche Liturgie in dem Seitenschiff der Moritzkirche zu Halle an der Saale. Zelebriert wurde sie von dem Vorsteher der benachbarten Leipziger Gemeinde, Priester Alexej Tomjuk, mit dem Chor aus Leipzig, zusammen mit zahlreichen Gläubigen aus Halle und Umgebung. Gegenwärtig finden zweimal im Monat Gottesdienste statt.

3.Oktober 1998. Veröffentlichung eines Artikels über russ.- orthodox. Gemeinde in Halle.

„Chancen auf eigene Gemeinde …Der Priester, von den Gläubigen „Vater Alexei“ genannt, war aus Leipzig gekommen, um erstmals mit den in Halle lebenden orthodoxen Christen die „Sluzhba“ (Gottesdienst) zu zelebrieren. Knapp 40 hatten sich dazu vormittags im Seitenflügel des katholischen Gotteshauses versammelt. Die gut ein, einundhalbstündige Zeremonie wurde von den wundervollen deutsch-russischen Gesängen des Chores der Leipziger russischen Gemeinde unter Rossitza Todorowa begleitet…“ © „Chancen auf eigene Gemeinde“, Mitteldeutscher Zeitung (MZ) 1998 05. Oktober, S 9.

7.November 1998. Liturgie in Halle.

Auf Bitten der zahlreichen orthodoxen Gläubigen verschiedener Nationalitäten aus Halle fuhr der Dekan Erzpriester Georgij Antonjuk nach Sachsen-Anhalt zur Feier eines Gottesdienstes, an dem auch Priester Alexij Tomjuk aus dem benachbarten Leipzig teilnahm. Das Dekanat der römisch-katholischen Kirche hatte liebenswürdigerweise für diesen Zweck entsprechende Räumlichkeiten in der Moritzkirche im Zentrum der Stadt bereitgestellt. Seit Herbst dieses Jahres finden auf Erlaß unseres Erzbischofs ein Mal im Monat Gottesdienste in Halle statt, werden pastorale Bedürfnisse der Gläubigen von einem orthodoxen Priester wahrgenommen. © 7.11.1998. „Beginn der liturgischen Lebens in Halle“, „Stimme der Orthodoxie“, Berlin  4/1998, S. 18.

3.April 1999. Chancen für Christlich-Orthodoxe Gemeinde in Halle.

Am Samstag, den 3.Oktober um 10 Uhr wurde der erste Gottesdienst der Orthodoxen Kirche in der Moritzkirche, an der Moritzkirche-Straße in der Stadt Halle/Saale zelebriert. Es ist längst bekannt, daß die orthodoxen Russen, Griechen, Bulgaren, Rumänen und andere Gläubige seit langer Zeit die Stadt Halle besuchen. Einige leben hier bereits seit vielen Jahren. Aber die Gottesdienste oder die Zelebrierung der heiligen Sakramente fand in Leipzig statt und die orthodoxen Gläubigen mußten nach Leipzig fahren. In einzelnen Fällen besuchte der orthodoxe Geistliche die Stadt Halle. In diesem Zusammenhang muß erwähnt werden, daß in der Stadt Leipzig die orthodoxe Gemeinde seit Anfang dieses Jahrhunderts existiert und seit 1913 die Russische St.Alexei Gedächtniskirche.

Heute, in Zeugnis der Brüderlichkeit zu Christus, vereint der Christlich-orthodoxe Glaube und Gottesdienst in Halle u.a. Deutsche, Russen, Ukrainer, Bulgaren. Es kommen bis zu 50 ständige Gläubiger und Besucher zu einer Orthodoxe Liturgie in der Moritzkirche. Viele von ihnen leben schon lange in Deutschland, bemüht in Geduld den Reichtum ihres orthodoxen Glaubens und die Traditionen ihrer nationalen Kultur zu erhalten und zu vergrößern. Andere Gemeindemitglieder, darunter auch die Rußlanddeutschen, die im orthodoxen Glauben getauft sind, kamen erst vor kurzer Zeit nach Deutschland und fanden zu ihrer großen Freude in dieser Gemeinde einen Platz für einen ganz besonderen Gottesdienst, für das Gebet und für den geistigen Trost. Somit trägt der Priester und die neue Gemeinde heute folgende Funktionen: Repräsentieren des Christlich-Orthodoxen Glaubens und Durchführung von Gottesdiensten und Seelsorgediensten.

Entsprechend der Verordnung des orthodoxen Erzbischofs Feofan (von Berlin, Russisch-Orthodoxe Kirche) kommt ab Oktober 1998 ein orthodoxer Priester (A.Tomjuk) nach Halle, um jeden Monat (immer am 1.Samstag) die Göttliche Liturgie und andere Sakramente durchzuführen, und andere notwendige Angelegenheiten zu erledigen. Es wird jeden Samstag auch Religionsunterricht für Gemeindemitglieder vom Priester durchgeführt.

Am Samstag, den 3.April um 9.00 Uhr wurde der nächste Gottesdienst der Orthodoxen Kirche in der Moritzkirche, in der Stadt Halle zelebriert.

11.April 1999. Ostern in Halle/Saale.

Am ersten Ostersonntag, 11. April wurde die Göttliche Liturgie in der Morizkirche (Halle/Saale) vom Priester Alexei Tomjuk, Hauptgeistlicher der Hl.Alexi Gedächtniskirche zu Leipzig zelebriert. Die Kirche war voll von orthodoxen Gläubigen, die sich zum Osterfest versammelt hatten. Nach der Liturgie Kulitsch, Pas’cha und die geförbten Eier, werden durch Besprengung mit heiligem Wasser bei Lesung des Gebetes, gesegnet. Bei einem von der Gläubigengemeinschaft gegebenen Teestunde hatten die Gläubigen und die Gäste die Gelegenheit miteinander zu treffen.

5. Juni 1999. Erste Gemeindeversammlung der orthodoxen Christen in Halle/Saale.

Am 5. Juni wurde die erste Versammlung der orthodoxen Christen der Stadt Halle/Saale durchgeführt. Die Versammlung wurde mit der Göttlichen Liturgie eröffnet. Einige wichtige Entscheidungen wurden getroffen: u.a. der Wahl der Name der Gemeinde. Ab jetzt steht die Gemeinde unter dem Schutz des Hl. Kreuzes und heißt „Hl. Kreuz-Gemeinde“, und sie untersteht der Diözese der Orthodoxen Kirche Rußlands in BRD. Der Vorsteher der deutschen Diözese ist S.E. Erzbischof von Berlin Feofan (Galinski). Während die Versammlung wurde auch der Wahl des Gemeinderates durchgeführt. Zur Zeit versammeln sich die orthodoxen Christen für den Gottesdienst und Religionsunterricht in der Moritzkirche zu Halle, im Stadtzentrum. In der Gemeindeliste sind mehr als 50 Mitglieder verschiedener Nationalitäten eingetragen.

3.Oktober 1999. Erstes Patrozinium in Halle/Saale.

Am Tag der Erhöhung des Kostbaren und Lebendigmachenden Kreuzes des Herrn feierte die im letzten Jahr gegründete orthodoxe Gemeinde ihr erstes Patronatsfest in einem Seitenschiff der Moritzkirche zu Halle an der Saale. Die Göttliche Liturgie zelebrierten der Dekan Erzpriester Georgij Antonjuk und der Vorsteher der benachbarten Leipziger Gemeinde Priester Alexei Tomjuk zusammen mit zahlreichen Gläubigen aus Halle und Umgebung. Dieser Tag wurde zu einem historischen Meilenstein für die Orthodoxie in Deutschland, war doch Sachsen-Anhalt das Bundesland ohne russisch-orthodoxe Kirchengemeinde überhaupt gewesen. Gegenwärtig finden zweimal im Monat Gottesdienste in diesem Gottesdienstgebäude statt, bis in absehbarer Zeit die orthodoxe Kapelle im Haus der Franckeschen Stiftungen eingeweiht werden kann.

1999-2000. Die Ausmalung der Hauskirche wurde dem russischen Maler Wladimir Scherbinin († 2017) und seiner Frau Marina übertragen (hier das Projekt des Hauptraumes, 2000).